Wissen schafft Heilung.

 

  Klinik und Poliklinik
  für RadioOnkologie
  und Strahlentherapie

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  Klinikleitung
  Univ.-Prof. Dr. med.
  Stephanie E. Combs

  Klinikum rechts der Isar
  Technische Universität München
  Ismaninger Str. 22
  D - 81675 München
  direktion.radonk@mri.tum.de

  Direktionssekretariat
  Tel.: + 49 89 4140 - 4501 / - 4502


  Für Patientenanfragen und
  Terminvereinbarung:

  Privatambulanz
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  Allgemeine Ambulanz im
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  Spezialambulanz Stereotaxie,
  Brachytherapie

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  spezialambulanz.radonk@mri.tum.de

  Station R2a
 
Tel.: + 49 89 4140 - 4304

  Studienambulanz
  Tel.: + 49 89 4140 - 8025 / -  9586
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Radiochemotherapie

Seitdem die erste Chemotherapie mit Mechlorethamin für Lymphome 1942 entwickelt wurde, hat sich die Chemotherapie dramatisch gewandelt. Ziel der kombinierten Radiochemotherapie ist neben der systemischen Wirkung (räumliche Ergänzung) die Steigerung der Verwundbarkeit der Tumorzellen durch die Strahlentherapie (Steigerung der Radiosensitivität). Vor allem bei Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs, bei Speiseröhrenkrebs, bei Hirntumoren und bei gynäkologischen Tumoren hat die Radiochemotherapie einen deutlichen Vorteil gegenüber einer alleinigen Strahlentherapie gezeigt. Auf Grundlage wissenschaftlicher Daten wurden standardisierte Protokolle für die Dauer und Dosierung der Radiochemotherapie entwickelt. Meist handelt es sich um eine wöchentliche Gabe einer venösen Chemotherapie oder eine tägliche orale Einnahme.

Neben der klassischen Radiochemotherapie ist die Erweiterung um die sogenannte kombinierte Radioimmuntherapie noch weitgehend Neuland. In unserer Abteilung werden hierzu sowohl Grundlagenarbeit als auch klinische Forschung betrieben (AG Personalisierte Radioimmuntherapie).

Allgemeiner Ablauf einer Radiochemotherapie:

Aufklärung:

In unseren Ambulanzen (Allgemeinambulanz im TumorTherapieZentrum, Privatambulanz, Spezialambulanz) erfolgt zunächst die individuelle Aufklärung über Indikation, Sinn, Technik, Ablauf, Alternativen, Risiken und Nebenwirkungen einer Radiochemotherapie. Die Therapie kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Bei einer ambulanten Radiochemotherapie erfolgt die Behandlung tagesstationär. Die für Sie passende Variante besprechen Sie mit dem aufklärenden Arzt.

Vor Beginn einer Radiochemotherapie:

Für einige Chemotherapien sind spezielle Untersuchungen (z. B. Herzuntersuchung, Hörtest) bzw. eine Port-Anlage notwendig.
Der Port ist ein dauerhafter und sicherer venöser Zugang am Unterarm oder Schulter. Diese Untersuchungen müssen vor Beginn einer Radiochemotherapie abgeschlossen sein.

Am Tag vor der Gabe der Chemotherapie:

Einen Tag vor der Chemotherapie-Gabe erfolgt eine aktuelle Blutuntersuchung. Nur Patienten mit stabilen Blutwerten erhalten eine Chemotherapie.

Die eigentliche Gabe der Chemotherapie:

Am eigentlichen Tag der Chemotherapie finden Sie sich um 9:00 Uhr auf der radioonkologischen Station R2a ein. Zunächst erfolgt das Legen eines sicheren venösen Zugangs. Die hausinterne Apotheke stellt individuell für jeden Patienten in Abhängigkeit von Gewicht und Größe die entsprechende Chemotherapie her.
Nach einem standardisierten Protokoll wird die Chemotherapie dann verabreicht. Zunächst erfolgt die Vorwässerung. Hierbei wird eine größere Menge Infusionslösung zur Spülung der Niere gegeben. Patienten erhalten dann supportive Medikamente z. B. zur Vorbeugung von Übelkeit. Schließlich wird die eigentliche Chemotherapie appliziert. Im Anschluss erhält der Patient eine Nachwässerung zur Spülung der Niere. Am Tag der Chemotherapie wird die Strahlentherapiesitzung zeitlich mit der Chemotherapie abgestimmt.

Nach der Gabe der Chemotherapie:

Während der gesamten Radiochemotherapie werden regelmäßig die Blutwerte untersucht. Außerdem erfolgt eine engmaschige Überwachung des Gewichts und diverser Parameter (z. B. Urin-pH-Wert).

Nach Abschluss der Radiochemotherapie:

Wie nach einer alleinigen Strahlentherapie ist auch nach einer Radiochemotherapie die Nachsorge essenziell. Patienten werden zur ersten Nachsorge in der Regel nach 4 bis 6 Wochen einbestellt, um eventuelle Nebenwirkungen erkennen und behandeln zu können. Anschließend erfolgen regelmäßige Kontrolluntersuchungen, auch in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen behandelnden Abteilungen.

In Kooperation mit

Institut für Strahlenmedizin

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